“Wohnen in der Kunst. Interieur Exterieur”, Kunstmuseum Wolfsburg
Einen Hinweis auf diese Ausstellung habe ich vor kurzem auf der Webseite von Spiegel Online gefunden. Der Autor des Spiegel Artikels – Jenny Hoch hat eine interessante Zusammenfassung über diese Ausstellung geschrieben. Einen Auszug möchte ich hier gerne zitieren:
“Interieur Exterieur” verfolgt zwei große, einander entgegengesetzte Entwicklungslinien des Wohnens. Auf der einen Seite stehen das Streben nach kosmischer Ganzheit und die Sehnsucht nach der Öffnung des Wohnraumes nach außen, auf der anderen das Bedürfnis nach Zurückgezogenheit, das sogenannte Cocooning. Um dem jeweiligen Ideal nahe zu kommen, wurde der bürgerliche Wohnraum immer wieder neu umgebaut, eingerichtet und dekoriert.
Rekonstruktionen des engen Pariser Ateliers des Farbfeldermalers Piet Mondrian und des berühmten transparenten Pavillons von Mies van der Rohe, den er für die Weltausstellung 1929 in Barcelona entworfen hatte stehen neben einem voll eingerichteten Jugendstil-Zimmer. Bauhaus-Möbel von Marcel Breuer und Walter Gropius neben einer Fotoserie von Miriam Bäckström, die mit Ikea-Möbel eingerichtete Wohnungen aus unterschiedlichen Epochen zeigt.
Zweifel an der heilen Welt des bürgerlichen Heims drücken die Seelenbilder von Edvard Munch, Félix Vallotton oder Johann Tischbein aus. Für die vollständige Entrümpelung der überladenen Wohnräume sorgte nach dem Ersten Weltkrieg die Klassische Moderne. Auf die sexuelle Befreiung der sechziger Jahre folgten wuchernde organische und kunterbunt aufgepolsterte Wohnhöhlen, wie etwa die uterusartige “Phantasy Landscape” von Verner Panton.
Die Ausstellung „Wohnen in der Kunst. Interieur Exterieur“ findet zurzeit im Kunstmuseum Wolfsburg statt und dauert bis einschließlich 13 April 2009.
Folgende Künstler sind laut der Webseite von Kunstmuseum Wolfsburg vertretten:
Henry van de Velde, Felix Vallotton, Henri Matisse, Adolf Loos, Bruce Nauman, Eric Fischl · Thomas Demand , Jasper Morrison. Konstantin Grcic.
Falls man nicht sicher ist, ob man diese Ausstellung besuchen möchte oder nicht, empfehle ich einen kurzen Blick auf die Webseite des Museums. Es gibt da einige stimmungsvolle Fotos aus der Ausstellung, die, meiner Meinung nach, so interessant erscheinen, dass man sofort merkt, dass diese Ausstellung sehr zu empfehlen ist.